Ein Angebot

Eine wichtige Entscheidung

Es ist Sabbat, der wöchentliche Ruhetag der Juden. Strenge Gesetze stellen jede Art Arbeit unter Strafe. Als Jesus in die Synagoge zum Gottesdienst kommt, wird er scheinbar schon erwartet:

 

Als Jesus ein anderes Mal in eine Synagoge ging, saß dort ein Mann mit einer gelähmten Hand. Seine Gegner passten genau auf, ob er ihn am Sabbat heilen würde, denn sie wollten einen Grund finden, ihn anzuklagen. Jesus sagte zu dem Mann mit der gelähmten Hand: „Steh auf und stell dich in die Mitte!“ Dann fragte er die Anwesenden: „Soll man am Sabbat Gutes tun oder Böses? Soll man ein Leben retten oder es zugrunde gehen lassen?“ Sie schwiegen. Da sah er sie zornig der Reihe nach an und war zugleich traurig über ihre verstockten Herzen. Dann befahl er dem Mann: „Streck die Hand aus!“ Der gehorchte, und seine Hand war geheilt. Die Pharisäer gingen sofort hinaus und berieten mit den Anhängern von Herodes Antipas, wie sie ihn umbringen könnten.

Die Bibel, Markus-Evangelium Kapitel 3, Verse 1-6

 

Einige der Anwesenden sind nicht in der Synagoge, um Gott zu ehren. Stattdessen beobachten sie einen unschuldigen Menschen arglistig. Es geht nicht um Gerechtigkeit. Ihr Ziel ist von vornherein klar: Sie wollen Jesus „rechtskräftig“ verurteilen.

Jesus sieht diese bösen Motive. Trotzdem versucht er es nochmals. Er ist so gütig, er möchte sogar seinen Feinden helfen. Seine Fragen sind Chancen zum Umdenken: „Soll man am Sabbat Gutes tun oder Böses? Soll man ein Leben retten oder es zugrunde gehen lassen?“ Schweigen. Die einen entscheiden sich, ihre Böswilligkeiten heimlich, aber konsequent fortzusetzen. Andere haben scheinbar nicht den Mut, sich offen zu positionieren.

Bin ich mir bewusst, dass Jesus meine Gedanken sieht?

Jesus wird zornig über so viel Heuchelei und Boshaftigkeit, zugleich wird er traurig: Diese scheinfrommen Leute, die führenden Religionsvertreter, sind meilenweit von Gott entfernt.

Die Böswilligkeit seiner Gegner hindert Jesus nicht, dem Mann mit der gelähmten Hand zu helfen. Aber Hass vergiftet die Atmosphäre. Während des bedrückenden Schweigens hat das jener behinderte Mann sicher gespürt. Es ist schwer, im Mittelpunkt zu stehen und ganz allein eine Entscheidung zu treffen. Dieser Behinderte wagt es; er gehorcht der Aufforderung von Jesus – und er wird gesund. Jesus heilt – trotz der haarsträubenden Umstände! Und Jesus verletzt dabei nicht die strengen Sabbatregeln der Pharisäer!

Den hartherzigen und selbstgerechten „Frommen“ ist all das egal, sie haben gesehen, was sie sehen wollten: Der Anklagegrund ist gefunden, sie gehen sofort zur Beratung über. Interessant ist dabei, mit wem sich die Pharisäer hier beraten: Herodes Antipas regierte unter römischer Oberherrschaft über Galiläa im Norden und Peräa im Osten Israels. Seine Anhänger waren romfreundlich und standen normalerweise den Pharisäern feindlich gegenüber. Jetzt eint sie plötzlich ihr gemeinsamer Feind: Jesus.

Man kann nicht neutral bleiben gegenüber Jesus. Sie können sich auf Jesus einlassen. Jesus ist so gütig, so freundlich, er wartet darauf. Aber Jesus zwingt Sie nicht. Die Entscheidung der Leute damals hatte Folgen. Auch Ihre Entscheidung wird Folgen haben. Treffen Sie eine gute Entscheidung – Sie haben die Wahl. 

Tamara Schüppel

An dieser Stelle finden Sie in einer Woche die Fortsetzung. Wir wollen diesen Jesus kennenlernen, indem wir uns Bibeltexte aus dem Evangelium anschauen.

Bis dahin freuen sich Dietmar und Burgunde  über einen Kommentar von Ihnen zu diesem Thema und werden bei Bedarf gern antworten.

 Vielleicht möchten Sie lieber selbstständig in der Bibel lesen? Eine Bibelausgabe in gut verständlichem Deutsch können wir Ihnen dazu anbieten. Oder beschäftigen Sie ganz andere Fragen zum Thema Bibel und Gott? Gern werden wir versuchen, Ihnen zu helfen. Bitte schreiben Sie uns:    elbsandsteine@web.de

Keine Pflichterfüllung, sondern Herzenseinstellung

Es gibt Menschen, die nehmen es mit ihrem Glauben genau. Sie verzichten zu bestimmten Zeiten auf das Essen, um mehr Zeit für Gott zu haben. Es ist eine gute Tradition geworden. Aber Jesus bricht mit diesem religiösen Brauch.

 Die Jünger des Johannes und die Pharisäer pflegten regelmäßig zu fasten. Einige Leute kamen deshalb zu Jesus und fragten: „Wie kommt es, dass die Jünger des Johannes und die Pharisäer fasten, deine Jünger aber nicht?“ Jesus erwiderte: „Können die Hochzeitsgäste denn fasten, wenn der Bräutigam noch bei ihnen ist? Nein, solange der Bräutigam da ist, können sie nicht fasten. Die Zeit kommt früh genug, dass der Bräutigam von ihnen weggenommen sein wird. Dann werden sie fasten. Niemand näht doch ein neues Stück Stoff auf ein altes Gewand, sonst reißt das neue Stück aus und der Riss im alten Stoff wird noch größer. Und niemand wird doch neuen Wein, der noch gärt, in alte Schläuche füllen. Der junge Wein würde die Schläuche zum Platzen bringen. Dann wären der Wein und die Schläuche verdorben. Nein, neuen Wein füllt man in neue Schläuche.“

Die Bibel, Markus-Evangelium Kapitel 2, Verse 18-22

 Ehrlich fragende Leute bekommen Antworten von Jesus. Er nimmt sich Zeit für eine ausführliche Erklärung: Seine Schüler erleben gerade eine ganz besondere Zeit – einmalig wie eine Hochzeit. Doch zu einem späteren Zeitpunkt werden auch sie wieder fasten, sagt er.

Gerade waren die Schüler von Jesus mit ihm, ihrem Lehrer, unterwegs. Sie lernten dabei ganz intensiv, was ein echtes Leben mit Gott beinhaltet. Das Fasten war jedoch als Zeit der Rückbesinnung und des Hörens auf Gott gedacht. Wozu brauchen die Jünger zu diesem Zeitpunkt das Fasten? Es wäre nur eine religiöse Pflichterfüllung, eine leere Form – und genau das lehnt Jesus ab. Es geht Jesus nicht um regelmäßige Erfüllung von religiösen Pflichten. Es geht um echtes Leben mit Gott im Alltag. Damit seine Antwort für jedermann verständlich wird, verdeutlicht er seine Aussagen mit zwei Beispielen aus dem Alltagsgeschehen: Wein wurde damals in Lederschläuchen aufbewahrt. Logisch, dass der Gärungsprozess alte Lederschläuche zum Platzen bringt, weil das Leder nicht mehr flexibel genug ist. Analog wird das gesamte Kleidungsstück unbrauchbar, wenn man festen neuen Stoff zum Ausbessern auf ein altes Kleidungsstück aus bereits stark abgenutztem Gewebe näht.

Fazit: Echtes Leben lässt sich nicht immer in traditionelle Formen pressen, selbst dann nicht, wenn diese Formen wirklich gut sind oder bisher sinnvoll waren. Die echte Beziehung zu Gott findet ihren Ausdruck in ganz unterschiedlichen, lebensnahen Formen.

Jesus fordert auch uns zum authentischen Leben heraus. Es geht nicht um das traditionelle Einhalten von einigen frommen Formen. Wollen Sie von Herzen tun, was Gott gefällt? Dann lassen Sie sich auf Gottes Herrschaft in Ihrem Leben ein. Das bedeutet eine grundsätzliche Änderung Ihrer Einstellung (vgl. Markus 1,15). Das bedeutet, dass Sie zu einem Nachfolger von Jesus werden. Dabei gibt es fortlaufend spannende Veränderungen – so wie das die Schüler von Jesus damals auch erlebten.

Tamara Schüppel

Brauchen Sie Hilfe von Jesus?

Jesus wollte den Leuten zeigen, wie Gottes Herrschaft aussieht (vgl. Markus 1,15). Aber Gott ist anders, als die Pharisäer, die damaligen religiösen Führer, es verstanden.

Später war Jesus in seinem Haus [im Haus des Levi] zu Gast. Mit ihm und seinen Jüngern waren auch viele Zolleinnehmer eingeladen und andere, die einen ebenso schlechten Ruf hatten. Viele von ihnen gehörten schon zu denen, die Jesus nachfolgten. Als die Gesetzeslehrer von der Partei der Pharisäer sahen, dass Jesus mit solchen Leuten aß, sagten sie: „Wie kann er sich nur mit Zöllnern und Sündern an einen Tisch setzen?“ Jesus hörte das und entgegnete: „Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder.“

Die Bibel, Markus-Evangelium Kapitel 2, Verse 15-17

 Jesus scheut nicht die Gesellschaft von Sündern und Betrügern. Gerade essen er und seine Nachfolger im Haus des Zöllners Levi. Viele andere sind dabei, ebensolche Sünder wie Levi, – und Jesus ist mitten drin! Die Pharisäer sehen das und regen sich auf – scheinbar laut genug, dass Jesus es hört.

Pharisäer, das war eine Partei, die auf die genaue Einhaltung der religiösen Gesetze und Überlieferungen Wert legte. Diese Pharisäer mieden alles, was sie in ihrem frommen Lebensstil behindern konnte. Während sie ständig bemüht waren, alles richtig zu machen, wurden sie immer hochmütiger und waren mit ihrem Herzen oft weit von Gottes Willen entfernt. Deshalb regt sie auf, was Jesus tut.

Weil sie sich so gut auskennen in den Heiligen Schriften, weil sie verstehen, wie Gott sich unser Leben vorstellt, wissen die Pharisäer eigentlich ganz genau, dass sie vor Gott bei aller Anstrengung doch Sünder sind. Jesus bringt es in seiner Antwort auf den Punkt: „Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder.“

Viele von uns leben ein anständiges Leben. Und wir sind stolz darauf, nicht so zu sein wie die Leute mit dem schlechten Ruf. Bin ich etwa vor Gott ein Sünder?

Jesus drängt sich den Pharisäern nicht auf. Wenn die in ihrer Selbstgerechtigkeit meinen, vor Gott allein klar zu kommen – dann brauchen sie Jesus nicht. Der kümmert sich inzwischen um den sozialen Brennpunkt der Stadt.

Zu erkennen, dass ich ein Sünder bin, ist das Eine; dies zuzugeben ist schwerer. Denn plötzlich purzele ich von meinem Sockel der Selbstgerechtigkeit herunter. Plötzlich finde ich mich auf einer Ebene mit all den unangenehmen Leuten, den Leuten mit dem schlechten Ruf … Ich muss zugeben, dass ich selbst jemanden brauche, der meine Sünden vor Gott in Ordnung bringt.

Die Leute mit dem schlechten Ruf, die stadtbekannten Sünder, die scheinen auf einmal im Vorteil zu sein. Die sind sich darüber im Klaren, dass sie dringend Hilfe brauchen, jemanden, der mit ihren Sünden aufräumt. Levi hat es begriffen und deshalb tut er, was Jesus sagt. Viele andere aus seinem Umfeld folgen Jesus auch nach.

Sind Sie vor Gott ein Sünder? Brauchen Sie Hilfe von Jesus?

Tamara Schüppel

Neu anfangen?

Danach ging Jesus wieder einmal an den See hinaus. Die ganze Menschenmenge kam zu ihm und er belehrte sie. Als er weiterging und an der Zollstelle vorbei kam, sah er Levi, den Sohn von Alphäus, dort sitzen und sagte zu ihm: „Komm, folge mir!“ Der stand auf und folgte ihm.

Die Bibel, Markus-Evangelium Kapitel 2, Verse 13-14

 Das klingt, als habe der Zöllner Levi auf die Einladung von Jesus gewartet.

Zöllner waren Leute, die mit der Besatzungsmacht, den Römern, zusammenarbeiteten. Der römische Staat verpachtete Einkünfte aus Steuern und Zöllen an Zollpächter, die für ein bestimmtes Gebiet zuständig waren. Diese Zollpächter ließen die Abgaben durch Unterbeamte, also Zöllner, eintreiben, die meist aus der einheimischen Bevölkerung stammten. Natürlich versuchten Zollpächter und Zöllner sich soviel als möglich zu bereichern. Die festgesetzten Tarife wurden dabei meist überschritten Der römische Staat duldete dies wegen seiner sicheren Einnahmequelle.

Solch ein stadtbekannter und staatlich legitimierter Gauner war also Levi. Offensichtlich wollte er raus aus diesem System des Betruges. Aber so einfach ist das ja nicht.

Da hat man sich die eine oder andere unberechtigte „Kleinigkeit“ angewöhnt, weil es alle so machen. Oder weil einem kein anderer Ausweg einfiel. Und plötzlich merkt man, dass man die Freiheit verloren hat. Man ist in einem System gelandet, das einen förmlich zwingt, das Böse fortzusetzen.

Jesus spricht Levi ganz direkt an. Jesus, der arme Wanderprediger, lädt Levi, den reichen Zöllner ein, ihm zu folgen. Der erkennt seine Chance und nutzt sie. Für viele mag das lächerlich erscheinen, unsinnig, was Levi macht. Aber der ist scheinbar begeistert über diese unerwartete Chance und läuft sofort los.

Na, jetzt können wir mal gespannt sein: Levi, der stadtbekannte Sünder, und Jesus, der klar und deutlich sagt, was nicht in Ordnung ist. Die beiden gemeinsam?!  

Später war Jesus in seinem Haus zu Gast. Mit ihm und seinen Jüngern waren auch viele Zolleinnehmer eingeladen und andere, die einen ebenso schlechten Ruf hatten. Viele von ihnen gehörten schon zu denen, die Jesus nachfolgten. Markus Kapitel 2, Vers 15

Ein fröhliches Essen in großer Gesellschaft, keine Moralpredigten, sondern liebevolle Gemeinschaft. Viele jener Außenseiter folgen Jesus. Levi krempelt sein ganzes Leben um, denn das ist klar: Bei Jesus ist Schluss mit heimlichen Nebenverdiensten und unlauteren Geschäften. Der sagt laut und deutlich, was andere peinlich verschweigen. Aber Jesus nimmt die Leute vorbehaltlos an: Die wirtschaftlich erfolgreichen Fischer (vgl. Markus 1,16-20), den Zöllner Levi mit dem schlechten Ruf, … Auch religiösen und intelligenten Gesetzeslehrern gibt er eine Chance (vgl. Markus 2,6-12).

Das wünschen wir uns – damals wie heute: vorbehaltlos angenommen sein. Im tiefsten Grund seines Herzens hat diese Sehnsucht jeder, auch wenn wir sie manchmal unter einem coolen und unnahbaren Äußeren verstecken

Jesus lädt die Leute ein, ihm zu folgen. Das Problem der Sünde spielt er nicht herunter, sondern er hat es im Griff (vgl. Markus 2 Vers 5-12). Und genau deshalb kann Jesus – und nur er – die ersehnte Änderung für Levi bringen.

Und für Sie – wenn Sie wollen! Suchen Sie Kontakt zu Jesus.

Tamara Schüppel

Was ist Gebet?

Der letzte Blogeintrag endete damit, dass die Menschen, die Jesus bei seinem Reden und Handeln erlebten, Gott ehrten und zu ihm beteten. Bevor wir mit dem Lesen des Bibeltextes fortfahren, möchte ich Ihnen gern zeigen, was Gebet ist.

David war ein König in Israel, der vor etwa 3000 Jahren lebte. Er betete einmal so:

„Beschütze mich, Gott, ich vertraue auf dich!“

Ich sagte zum HERRN: „Du bist mein Herr! Du bist mein einziges Glück!“ …

„Du zeigst mir den Weg, der zum Leben hinführt.

Und wo Du bist, hört die Freude nie auf.

Aus deiner Hand kommt ewiges Glück.“

Psalm 16, Verse 1 und 11

Jetzt möchte ich beten:

Herr Jesus, ich freue mich auf die Wanderung in der Sächsischen Schweiz, die wir gemeinsam mit lieben Menschen planen. Ich danke dir für viele tolle Möglichkeiten zum Freuen, zum Erholen, zum Genießen. Deine Schöpfung ist wunderschön, du bist einfach großartig, Gott!

Ich bin traurig, dass ein Bekannter plötzlich und unerwartet gestorben ist. Bitte hilf seiner Familie, mit der Situation zurechtzukommen.

Ich bin so froh, dass du meinem Leben Hoffnung gibst: Eine weitreichende Perspektive, die mir niemand nehmen kann, einen Sinn, der den Tod überdauert.

Amen.

„Amen“ ist ein hebräisches Wort. Es bedeutet eine Bestätigung des Gesagten im Sinn von „So sei es.“ oder „Das ist wahr.“ Die Christen verwenden das Wort meist zum Abschluss ihres Gebetes.  Vielleicht wundern Sie sich, dass ich zu Jesus bete. Das kommt so: Zu Ostern feiern wir, dass Jesus vom Tod auferstanden ist. Er ist Gottes Sohn, deshalb dürfen wir auch zu ihm beten. Er ist der einzige „Mittler“, den Gott dazu berechtigt hat.

Nun haben Sie die Möglichkeit, mit Gott zu reden. Nehmen Sie sich einfach die Zeit:

Wenn Sie noch nie zu Gott gebetet haben und sich unsicher sind, ob es Gott überhaupt gibt, können Sie beispielweise so mit Gott reden:

Jesus, ich habe keine Ahnung, ob es wirklich einen Gott gibt.

Ich hörte, dass du freundlich bist und den Menschen zeigst, wie Gott ist. Wenn es dich tatsächlich gibt, würde ich es gern erfahren wollen.

Amen.

Wenn Sie ehrlich und aufrichtig fragen, wird Gott antworten. Bleiben Sie dran, beten Sie wiederholt. Seien Sie mutig.

Gern dürfen Sie uns fragen oder uns Ihre Erfahrungen mitteilen.

Tamara Schüppel

Die Herausforderung annehmen

Da sitzen die Gesetzeslehrer und hören Jesus zu. Sie sind anerkannte Fachleute für Glauben und Religion und wollen herausfinden, was es mit diesem Jesus auf sich hat. Welche Macht steckt hinter ihm?

Lesen Sie die Geschichte noch einmal, ich tue es auch…

Markus-Evangelium Kapitel 2, Verse 1-12

Jetzt wissen wir wieder Bescheid, was damals, vor etwa 2000 Jahren, in Kafarnaum, einem Ort im Norden Israels, vor sich ging.

Gerade  spricht Jesus in dem überfüllten Haus von Sünde. Die aufmerksamen Gesetzeslehrer haben die heiligen Schriften lange studiert und sie wissen, was Sünde ist. Ihr Denkmuster ist fest gefügt, aber Jesus fordert sie heraus. Er ist so anders. Wer ist dieser Jesus? Jetzt sagt Jesus, dass er Sünden vergibt. – Nun sind sie sicher, die Antwort gefunden zu haben: Dieser Jesus ist ein Gotteslästerer, anders kann es gar nicht sein!

Jesus fordert auch uns heraus, denn er sprengt unser Vorurteil über ihn. Lassen Sie sich darauf ein?

Die Gesetzeslehrer sitzen da, ihre negativen Gedanken über Jesus beschäftigen sie. – Oh – was ist denn das? Jesus unterbricht ihre geheimen Überlegungen und spricht sie an: „Warum gebt ihr solchen Gedanken Raum in euch? Ist es leichter, zu einem Gelähmten zu sagen: ,Deine Sünden sind dir vergeben’ oder ,Steh auf, nimm deine Matte und geh umher’? Doch ihr sollt wissen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben.“ Der spricht von ihren Gedanken? Oh, das ist sehr peinlich, der redet laut und deutlich davon, was sie gerade vor ihm und den anderen Leuten hier verbergen. Es braucht ja nicht gleich jeder zu wissen, was sie da über diesen Jesus dachten…

Bei Jesus kommen die gut gehüteten Geheimnisse unseres Lebens ans Licht. Aber er ist freundlich und offen, trotzdem er Sie und mich ganz genau kennt.

Es wird noch peinlicher für die Gesetzeslehrer. Jesus konfrontiert sie nicht nur offen mit ihren eigenen Gedanken, darüber hinaus zeigt er ihnen gleich, dass sie sich geirrt haben: Sie hatten ja schon wiederholt gehört, dass Jesus Kranke heilt. Und nun erleben sie es selbst mit: Jesus spricht und der bisher gelähmte Mann steht auf und ist gesund. Wer das bewirken kann und wer ihnen zudem so direkt und offen spiegelt, was sie gerade gedacht haben – der ist wohl wirklich von Gott, dem Allmächtigen, autorisiert.

Als der Gelähmte einfach aufsteht, seine Matte aufhebt und aus dem Haus geht, da bricht ein Jubel los: Die ganzen Leute im Haus und vor dem Haus, auch die Gesetzeslehrer, alle, die das Wunder miterlebten, beten zu Gott und ehren ihn!

Wenn Sie sich mit Jesus beschäftigen, wenn Sie ernsthaft wissen wollen, wer dieser Jesus ist, dann wird Ihnen das auch passieren: Plötzlich erkennen Sie die Wahrheit über Jesus. Werden Sie dann auch zu Gott beten und ihn ehren?

Tamara Schüppel

Was ist wertvoller als Gesundheit?

Heute wollen wir gemeinsam über den Text im Markus-Evangelium Kapitel 2, Verse 1-12 nachdenken:

Kaum ist Jesus wieder in Kafarnaum, rennen die Leute im wahrsten Sinn des Wortes die Tür des Hauses ein, in dem er sich gerade aufhält. Scheinbar hat man den ehrwürdigen Gesetzeslehrern den Vorrang gelassen – jedenfalls haben diese einen Sitzplatz im Haus. Das Gedränge ist groß. Selbst vor der Haustür drängen sich die Leute, um zu hören, was Jesus sagt.

Und nun kommen auch noch vier Männer, die ihren gelähmten Freund auf einer Matte tragen. Schnell wird ihnen klar, dass sie hier nicht durchkommen. Niemand wird ihretwegen auf seinen Platz verzichten. Doch sie haben eine abenteuerliche Idee. Die Häuser hatten damals in dieser Region meist ein flaches, begehbares Dach, das man von außen über eine Treppe oder Leiter erreichen konnte. Zielstrebig bringen sie den gelähmten Freund hierher und beginnen die seltsame Aktion: Da ihnen die Not ihres Freundes wichtiger ist als das Dach ihres Nachbarn, reißen sie ein Loch in die Lehmdecke. Jetzt können sie den Gelähmten direkt vor Jesus „abseilen“.

Cool, die Männer wissen genau die Prioritäten zu setzen. Jesus sieht ihren Glauben. Und er hilft dem Gelähmten. Aber – DIESE Hilfe hatte hier wohl keiner erwartet. Jesus spricht von Sündenvergebung. Im weiteren Verlauf dieser Geschichte macht Jesus deutlich, dass die Vergebung von Sünden für ihn einen weitaus höheren Stellenwert hat als die Gesundheit. Er stellt die rhetorische Frage, was denn leichter zu bewerkstelligen sei: Die Vergebung der Sünden oder die Wiederherstellung der Gesundheit? Als Beweis, dass er nicht nur leere Worte macht, bewirkt er anschließend auch die Sofortheilung des Gelähmten. Die Menge der Leute ist begeistert, aber die Frage bleibt: Wieso ist Sündenvergebung so wichtig?

Was ist überhaupt Sünde? Sünde ist all der Müll in unserem Leben, der uns von dem heiligen und gerechten Gott trennt. Das sind die großen wie auch die kleinen, kaum wahrnehmbaren Delikte: böse Taten, sogenannte „Kavaliersdelikte“, Neid, Lieblosigkeit, schlechtes Reden über andere, Egoismus, schmutzige Gedanken, Ehebruch, Hass, Habsucht, Mord … Ich glaube, Sie wissen, wasJesus meinte, als er von Sünde sprach. Die Leute damals wussten es auch. Die gute Nachricht von dem heiligen und gerechten Gott ist, dass er Ihre und meine Sünden vergeben möchte. Das wollte Jesus den Leuten damals klarmachen. –

Sündenvergebung bedeutet demzufolge Frieden mit Gott. Frieden mit Gott ist ein Geschenk, den kann man nicht „erarbeiten“, nicht der kranke Mann auf seiner Matte und auch wir heute nicht. Frieden mit Gott hat eine ganz erheblich größere Reichweite als unsere derzeitige Gesundheit. Unsere Gesundheit schätzen und erstreben wir alle als ein wertvolles Gut. Damit haben wir ganz sicher recht, aber Jesus macht klar, dass Gesundheit nicht das höchste Gut ist, das ein Mensch erreichen kann. Jesus ist bevollmächtigt, das beste Gut – den Frieden mit Gott – zu schenken:

„Doch ihr sollt wissen, dass der Menschensohn [so bezeichnet Jesus sich selbst] die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben.“ Markus 2,10

Tamara Schüppel

Was denken Sie über Jesus?

Im letzten Blogeintrag lasen wir, dass Jesus nun in ganz Galiläa unterwegs war, um den Menschen die gute Nachricht von Gott bekannt zu machen (vgl. Markus 1,39). Galiläa war ein von Juden und Griechen bewohntes Gebiet im Norden Israels. Es grenzte im Osten an den Fluss Jordan und den See Kinneret (Genezareth). Im Westen lag es nur wenige Kilometer vom Mittelmeer entfernt. Zu der Zeit, als Jesus lebte, muss  Galiläa intensiv kultiviert und dicht bevölkert gewesen sein. In den etwa 200 Städten und Dörfern lebte eine Bevölkerung von ungefähr 300.000 Menschen.

Im fortlaufenden Bibeltext überspringen wir nun einige Verse; Sie dürfen diese gern selbst lesen. Sollten Sie Fragen dazu haben, schreiben Sie uns einfach. Wir freuen uns über Rückmeldungen, auch wenn Sie anderer Meinung sind.

Heute möchte ich mit Ihnen einen etwas längeren Text lesen, der uns über mehrere Folgen dieser Blogeinträge beschäftigen soll:

Einige Tage später kehrte Jesus nach Kafarnaum zurück. Schnell sprach sich herum, dass er wieder zu Hause sei. Da kamen so viele Menschen bei ihm zusammen, dass sie keinen Platz mehr hatten, nicht einmal vor der Tür. Während er ihnen die Botschaft Gottes verkündigte, trugen vier Männer einen Gelähmten heran. Doch es herrschte ein solches Gedränge, dass sie nicht zu ihm durchkamen. Da brachen sie die Lehmdecke über der Stelle auf, wo Jesus sich befand. Durch das Loch ließen sie den Gelähmten auf seiner Matte hinunter. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: „Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.“   

Es saßen jedoch einige Gesetzeslehrer dabei, die im Stillen dachten: „Was bildet der sich ein? Das ist ja Gotteslästerung! Niemand kann Sünden vergeben außer Gott!“ Jesus hatte sofort erkannt, was in ihnen vorging, und sprach sie an: „Warum gebt ihr solchen Gedanken Raum in euch? Ist es leichter, zu einem Gelähmten zu sagen: ,Deine Sünden sind dir vergeben’, oder: ,Steh auf, nimm deine Matte und geh umher’? Doch ihr sollt wissen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben.“ Damit wandte er sich dem Gelähmten zu: „Ich befehle dir: Steh auf, nimm deine Matte und geh nach Hause!“ Der Mann stand sofort auf, nahm seine Matte und ging vor den Augen der ganzen Menge hinaus. Da gerieten alle außer sich; sie priesen Gott und sagten: So etwas haben wir noch nie gesehen!“

Die Bibel, Markus-Evangelium Kapitel 2, Verse 1-12

 

Wenn dieser Text wahr ist: Wie würde sich durch diese Erzählung Ihr Denken über Gott und Jesus verändern?

Lesen Sie in Kürze hier weiter …

Tamara Schüppel

Chance nutzen – zielorientiert leben!

Früh am Morgen, als es noch völlig dunkel war, stand er [Jesus] auf und ging aus dem Haus fort an eine einsame Stelle, um dort zu beten. Simon und die, die bei ihm waren, eilten ihm nach. Als sie ihn gefunden hatten, sagten sie zu ihm: „Alle suchen dich!“ Doch er erwiderte: „Lasst uns anderswo hingehen, in die umliegenden Ortschaften, damit ich auch dort predige, denn dazu bin ich gekommen.“

So zog er durch ganz Galiläa, predigte in den Synagogen und trieb die Dämonen aus.

Die Bibel, Markus-Evangelium Kapitel 1, Verse 35-39

Es ist Jesus sehr wichtig, ganz vorrangig, dieses Gespräch mit Gott. Es ist so bedeutungsvoll, dass er besonders früh aufsteht, obwohl er am Abend zuvor lange gearbeitet hat. (vgl. Markus 1,32-34)

Jesus weiß, was er erreichen will. Deshalb nimmt er sich mitten in drängender Arbeit Zeit zur Stille mit Gott. So verliert er nicht die Zielorientierung für seine Arbeit und kann den Stress aushalten. Menschen in Not zu helfen – das ist wichtig. Aber Jesus lässt sich nicht von dem Übermaß an Arbeit kaputtmachen.

Wofür leben Sie? Viel Bewegung bringt wenig, wenn das Ziel nicht klar ist. Ruhe und Rückbesinnung sind notwendig in unserer stressbeladenen Zeit. Das Wichtigste ist, dass die Zielorientierung stimmt. Dazu brauchen wir jemanden, der den Überblick hat, der uns gut kennt und dem wir vertrauen können. Gott? Jesus?

Und da rennen seine Schüler auch schon wieder herbei, denn viele Leute warten bereits auf Jesus. Er lebt nicht weltfremd und fanatisch wie ein Religionsstifter. Stattdessen wendet er sich ganz natürlich den Menschen zu. Er schwingt keine politischen oder weltverbessernden Reden, sondern er kümmert sich persönlich um Kranke und Benachteiligte. Auch eine Begrenzung seiner Tätigkeit auf einen barmherzigen Wunderheiler lässt er nicht zu. Als alle Leute ihn suchen, sagt er deshalb: „Lasst uns anderswo hingehen, in die umliegenden Ortschaften, damit ich auch dort predige, denn dazu bin ich gekommen.“ Die gute Nachricht von Gott verkünden, das ist der Kernpunkt seines Lebens. – Scheinbar ist das Böse oder der Böse gerade dort aktiv, wo Jesus auftaucht. Wir lesen zum wiederholten Mal, dass Jesus dem Bösen in Gestalt der Dämonen Grenzen setzt und Menschen von diesen satanischen Verbindungen und Zwängen befreit. Seine Worte sind mehr als ein paar neuartige Ideen, er füllt den altbekannten Glauben mit Leben. Jeder konnte die Wahrheit erkennen, wenn Jesus sagte: „Das Reich Gottes ist nahe gekommen!“ Markus 1,15

Wollen Sie das auch erleben?

Jesus rennt den Leuten nicht hinterher, er stellt ein Angebot. Nehmen Sie sich Zeit und Ruhe für ein ehrliches Gespräch mit Gott. Wenn Sie sich auf Jesus einlassen, können Sie mit ihm unverlierbare Werte in Ihrem Leben entfalten und gestalten. Er bringt Leben in Ihre Religiosität oder aber er verändert Ihr atheistisches Weltbild. Seine Schüler damals erlebten es als positive Veränderung, auf die sie nicht verzichten wollten. Verpassen Sie nicht Ihre Chance, lassen Sie Jesus mit seinem Angebot nicht weiterziehen!

Lesen Sie nächste Woche mehr, was die Veränderung durch Jesus beinhaltet

Tamara Schüppel

 

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